Do The Fair Trade

Heute ist es soweit, und das bisher aufwendigste und intensivste Projekt meiner Karriere wird veröffentlicht. Wir haben viele Stunden im Studio daran gearbeitet, sind bis in die abgelegenen Bergdörfer Mittelamerikas gereist und haben dort unter zum Teil schwierigen Umständen einen Video Clip gedreht. Initiator des Projekts war das Fair Trade Label El Tucan GmbH.

„Do The Fair Trade“ ist mein erster englischer Song seit gefühlten 10 Jahren, ich bin zum ersten Mal auch musikalische Kompromisse eingegangen und habe mehr Zeit und Energie darin investiert als je zuvor in ein Projekt. Der Weg dazu war wirklich alles andere als einfach; fehlende Wertschätzung und Undankbarkeit gehörten leider auch dazu. Doch alleine schon die Reaktionen der involvierten Menschen in Guatemala waren es wert, ich habe mit dem Text vielen dort aus dem Herzen sprechen können. Und für diese Menschen haben wir das Projekt auch durchgezogen.  

 

Warum aber „Fair Trade“?

Fair Trade bedeutet gerechter Handel. Das heisst, die Menschen, welche die Produkte hergestellt haben, bekommen dafür einen Lohn, von dem sie drei Mal am Tag essen, ihre Kinder zur Schule schicken und sich einen Arzt leisten können. Oder kurz und einfach: Alles andere als „Fair Trade“ ist logischerweise „unfair“, das heisst irgendjemand zahlt dabei drauf und kann trotz seiner Arbeit die obengenannten Grundbedürfnisse nicht abdecken. Damit dies nicht

so läuft, setzt einen bewussten Konsum voraus.

 

Ich persönlich bin ein schlechtes Beispiel, ich mag nämlich mein Adidas-Jäcklein sehr, welches ich gerade in diesem Moment trage. Wo und von wem es unter welchen Bedingungen gemacht wurde, interessiert mich leider nur sekundär – ich mag seine Farbe: dunkelblau. Deshalb bin ich nun aber kein schlechter Mensch.

Es geht im Leben gar nicht darum bei allem und überall perfekt sein zu wollen. Der Eine ernährt sich bewusst, die Andere erzieht ihre Kinder gut, der Dritte sammelt Becher für einen guten Zweck bei Festivals ein, die Vierte fährt möglichst wenig Auto.

Doch wir alle machen mit jeder bewussten Tat diese Welt zu einem besseren Ort. „Poco a poco“, wie man in Guatemala sagen würde. Irgendwann wird unser Bewusstsein reifen, vielleicht sind wir ja auch schon mitten in diesem Prozess, und unser „Luxus“ (alias „Brands“) wird es uns nicht mehr Wert sein, die miteinhergehenden humanitären und ökologischen Missstände in Kauf zu nehmen.

„Do The Fair Trade“ ist kein Wink mit dem Zeigefinger, es soll ein bisschen zum Nachdenken und selber Aktiv werden anregen, im besten Fall sogar einen kleinen Bewusstseinssprung ankurbeln. Vor allem aber ist es als Einladung zu verstehen – „Come on, do the fair trade“ – sei Teil davon.

Einen grossen Dank für den Support in diesem Projekt an Alle, die musikalisch mitgewirkt haben: Loopsided, Andy, Mitch, Mel, Elian, an Max RubaDub für den Remix, an Dominic für das Video, an all die tollen und liebenswürdigen Menschen in Guatemala: Julio, Rosa & Santa, Chico, Diego, Maria, Rojelio, Rafa, Sonja, Servando und ihre Familien, den HelferInnen an der Film-Premiere in Bern: Vera & Anna, Fabio & Sami D, meine Band The Vibe Controllers und dem El Tucan Team.

Danke auch dir, dass Du dir die Zeit nimmst, dich mit „Do The Fair Trade“ auseinanderzusetzen, dir deine eigenen Gedanken dazu machst und deinen FreundInnen davon erzählst.

Viel Liebe

Collie

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